Awareness

Dies ist ein von uns für die Konferenz entwickeltes Konzept, das sich mit respektvollem Verhalten miteinander beschäftigt. Es geht darum, sich gegenseitig zu unterstützen und einen Raum zu schaffen, in dem sich alle wohlfühlen können und keinerlei Übergriffe oder diskriminierendes Verhalten geduldet werden (Safe(r) Space).
Uns, dem Orgateam der LCOY Deutschland, liegt die Berücksichtigung der Bedürfnisse und unterschiedlichen Perspektiven aller Teilnehmer*innen sehr am Herzen.
Um euch Ansprechpartner*innen während des gesamten Konferenz-Wochenendes zu schaffen, haben wir ein Awareness Team zusammengestellt. An dieses könnt ihr euch immer wenden, wenn ihr Anliegen habt oder euch unwohl ist.

Auf welche Situationen muss ich als Teilnehmer*in achten?

Bitte achte auf kritische Situationen und beobachte dein Umfeld. Kritische Situationen können vor allem mit folgenden Themen auftreten:
Diskriminierung: unbewusste oder bewusste Benachteiligung oder Herabwürdigung von Gruppen oder einzelnen Personen.
Rassismus: unbewusste oder bewusste Diskriminierung aufgrund der angenommenen Herkunftsgeschichte/ethnischen Zugehörigkeit, untermauert von ungleichen Machtverhältnissen.
Sexismus: unbewusste oder bewusste Diskriminierung auf Basis des Geschlechts
Klassismus: unbewusste oder bewusste Diskriminierung aufgrund der sozialen Herkunft und/oder der sozialen und ökonomischen Position.
kein Gendern: Missachten oder unbewusstes nicht Anwenden der geschlechtergerechten Sprache und bewusstes oder unbewusstes falsches Verwenden von gewünschten Pronomen.
psychische und physische Gewalt:
Es gibt sowohl psychisch als auch physische Gewalt. Personen können psychisch über verbales (z.B. durch Vorwürfe) und nonverbales (z.B. durch Ignoranz) Handeln verletzt werden.

U18: Minderjährige können sich von Volljährigen herabgesetzt und belästigt fühlen.
Alkohol: Bei alkoholischem Konsum können Personen sich unberechenbar verhalten, andere Personen gefährden oder einen Rückfall bekommen. Daher ist ein nur ein gemäßigter Konsum von Alkohol in Rahmen des Konferenzangebotes erlaubt. In Schulen und auf dem Schulgelände herrscht ein striktes Alkoholverbot. Ausgenommen davon sind speziell gekennzeichnete Ü16 Konferenzangebote, wie einzelne Workshops oder der reduzierte Ausschank von Freibier, bei denen ein gemäßigter Konsum von Alkohol erlaubt ist. Die Weitergabe von Alkohol an Personen unter 16 sowie das Mitführen von hochprozentigem Alkohol auf das Konferenzgelände sind strengstens verboten.
Drogen: unter Einfluss von Drogen können Personen sich unberechenbar verhalten, andere Personen gefährden oder einen Rückfall bekommen. Daher gibt es auf der Konferenz ein striktes Verbot.
Rauchen: Rauchen kann andere stören und zu Gruppenzwang führen. Um Unwohlsein anderer zu vermeiden, ist das Rauchen auf dem Konferenzgelände, insbesondere in den Gebäuden, strikt verboten. Nur außerhalb des Universitäts-Campus bzw. außerhalb der Schulgelände wird das Rauchen geduldet.
aggressives Verhalten: Im Falle aggressiven Verhaltens deines Gegenübers sei besonders vorsichtig und auf Eigenschutz bedacht.

Was tue ich, wenn ich solche Situationen beobachte?

Grundsätzlich steht Eigenschutz an erster Stelle. Wende dich an ein Teammitglied (Erkennungszeichen: blaues Shirt) in deiner Nähe, an den Infopoint (Tel: …) oder direkt an das Awareness Team (Erkennungszeichen: regenbogenfarbene Armbinde, Vertrauenshotline.: 015678 183131).
Bei körperlichen Verletzungen könnt ihr auch direkt die Sanitäter*innen ansprechen oder bei den Teammitgliedern nach ihnen fragen.

Wo treten solche Situationen auf?

Die oben genannten Situationen können überall auftreten. Bitte seid wachsam und beobachtet euer Umfeld.

Wie spreche ich Betroffene an und handhabe die Situation?

Zweifelt nicht die Wahrnehmung der betroffenen Person an. Richtet eure Aufmerksamkeit auf die verletzte Person und ihre Bedürfnisse. Diese Bedürfnisse könnt ihr durch aktives Zuhören und sensibles Nachfragen gemeinsam mit der betroffenen Person herausfinden. Unterstützt die Person dabei, diese Bedürfnisse zu erfüllen. Holt euch gerne Hilfe vom Team (siehe: Was tue ich, wenn ich solche Situationen beobachte?)

Glossar

Pronomen

Genauso wie wir Namen haben, die wir benutzen, neigen wir auch dazu, Pronomen zu haben, mit denen wir angesprochen werden wollen. Das Personalpronomen ist ein Pronomen, das Beteiligte der Sprechsituation bezeichnet oder sich auf Dritte bezieht (z.B. er/sie/xier/sier/…).Wenn du eine Person kennenlernst, ist es wichtig, neben dem Namen auch nach dem Pronomen zu fragen: »Wie heißt du? Welche Pronomen benutzt du?« Auch wenn du über eine Person sprichst, deren Geschlecht du nicht kennst, ist eine neutrale Variante (wie die Nutzung des Namens) die beste.

FLINTA

FLINTA* ist eine Abkürzung und steht für Frauen, Lesben, inter*, nichtbinäre, trans* und agender Personen

Safe(r) Space

Aufbaus eines möglichst sicheren Ortes für alle. Es herrscht ein sensibler und diskriminierungskritischer Umgang miteinander.

Awareness Team

Das ist ein Team aus mehreren Personen, die sich um das Wohlergehen der Teilnehmer*innen kümmert. Die Anliegen werden vertraulich behandelt.

Cis

Eine Person ist cis, wenn sie sich mit ihrem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht identifiziert. Cis-geschlechtlich zu sein entspricht einer gesellschaftlichen Norm. Das heißt, in unserer heteronormativen Gesellschaft (eine Gesellschaft, die Heterosexualität als Standard bezeichnet) wird häufig davon ausgegangen, dass alle Menschen cis-geschlechtlich seien. Diese Annahme kann zu Transfeindlichkeit/Cissexismus führen.

BIPoC

Black, Indigenous, People of Color ist eine politische Selbstbezeichnung von und für Menschen mit Rassismuserfahrungen. Mit dem Begriff sollen explizit Schwarze und indigene Identitäten sichtbar gemacht werden, um antischwarzem Rassismus und der Unsichtbarkeit indigener Gemeinschaften entgegenzuwirken. Der Begriff soll die spezifische Gewalt, kulturelle Auslöschung und Diskriminierung hervorheben, die schwarze und indigene Menschen erfahren. Außerdem versucht er, die oben genannten Communities zu vereinen.

Wichtige Nummern:

Vertrauenshotline Lüneburg: 015678 183131
Für Sanitäter: 015678 364884 (Info-Point)

Psychiatrische Klinik Lüneburg: 04131 60-0
Krisendienst Psychiatrie: 04131 60-260
Frauen helfen Frauen e.V.(Frauenberatungstelle): 04131 61733

Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: Soforthilfe für Frauen die von Gewalt betroffen sind. Beratung per Telefon (08000 116 016) (rund um die Uhr, anonym, in 17 Sprachen und Gebärdensprache).

Nummer gegen Kummer: Falls ihr Probleme habt (auch bei sexuellen Übergriffen etc.) und nicht wisst, bei wem ihr euch melden könnt, dann ist "Nummer gegen Kummer" eine gute Anlaufstelle. Telefon: 116 111

Hilfetelefon sexueller Missbrauch: 0800-22 55 530 (kostenfrei und anonym)
Beratung und telefonische Anlaufstelle: 0800-30 50 750 (kostenfrei und anonym) Hilfe für Betroffene von sexueller Gewalt in der Kindheit, ihre Angehörigen und andere Menschen, die sie unterstützen wollen.
Weisser Ring: Hilfe für Kriminalitätsopfer: Beratung per Telefon (116 006) , lokal in Lüneburg(0511 799997)und E-Mail (anonym).

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